Support

Lorem ipsum dolor sit amet:

24h / 365days

We offer support for our customers

Mon - Fri 8:00am - 5:00pm (GMT +1)

Get in touch

Cybersteel Inc.
376-293 City Road, Suite 600
San Francisco, CA 94102

Have any questions?
+44 1234 567 890

Drop us a line
info@yourdomain.com

About us

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit.

Aenean commodo ligula eget dolor. Aenean massa. Cum sociis natoque penatibus et magnis dis parturient montes, nascetur ridiculus mus. Donec quam felis, ultricies nec.

DE
Begleitende Beratung
Have any Questions? +01 123 444 555

FORUM
Begleitende Beratung
Begleitende Beratung
Themübersicht
Wirtschaftsmediation: In Lösungen anstatt in Konflikten denken

25.08.2020 - M&W - Franz X. Ritter
Nach anderthalb Jahren konnte Chef-Mediator Kenneth Feinberg eine Einigung  zwischen tausenden US-Klägern und der Bayer AG erzielen. Es geht um den gerade erzielten 10,9 Mrd.-Dollar-Vergleich, der einen Großteil der 52.500 Glyphosat-Klagen in den USA beendet. Der Vergleich konnte zwar nicht klären, ob Glyphosat krebserregend ist oder nicht und 25 Prozent der Klagen sind offen.

Dennoch ist das Ergebnis ein voller Erfolg für die Wirtschaftsmediation an sich. Wären alle Klagen weiter auf dem Gerichtsweg verhandelt worden, hätte das die Bayer AG mindestens 20 Mrd. Dollar gekostet. Für die Mediationsszene hierzulande sind solche Ankermediationen wie die von Bayer ein wichtiges Signal. Denn leider wird das Potenzial von Wirtschaftsmediationen in der Regel nicht annähernd erkannt. Dafür denken Manager immer noch viel zu sehr in Konflikten statt Lösungen. Alexander Steinbrecher, Bombardier Transportation Group, plädiert daher dafür, dass der Bund mit seinen über 100 privatwirtschaftlich organisierten Unternehmen bei Konflikten mit gutem Beispiel vorangehen und einen Mediator beauftragen sollte. Auf diese Weise ließen sich mehr Best-Practice-Beispiele und Erfolgsmeldungen bei den Wirtschaftsmediationen erzielen.

Hintergrund: Bayer legt die Glyphosat-Klagewelle mit Vergleich bei und wird bis zu rund elf Milliarden Dollar dafür zahlen, tausende Klagen wegen des Glyphosat-haltigen Unkrautvernichters  Roundup beizulegen. Befürchtungen, dass Bayer die Lösung der causa Glyphosat möglicherweise 20 Mil-liarden Dollar kosten könnte, sind damit (vorerst) vom Tisch. Das Risiko, durch die Klagewelle hatte seit beinahe zwei Jahren schwer auf dem Aktienkurs des Konzerns gelastet.

Der Vergleich gilt laut Bayer für 75 Prozent aller insgesamt 125.000 eingereichten und angekündigten Klagen. Bayer teilte mit, die übrigen 25 Prozent in den kommenden Monaten in Verhandlungen beilegen zu wollen. Der Großteil der jetzt vereinbarten Vergleichssumme wird für die aktuellen Kläger bereitgestellt. Dafür sind in der Vereinbarung 8,8 bis 9,6 Milliarden US-Dollar vorgesehen. Hinzukommen bis zu 1,25 Milliarden US-Dollar für potenzielle künftige Klagen. Bei den Ansprüchen zukünftiger Kläger greift das Unternehmen zu einem kreativen Instrument: Der Vergleich sieht die Gründung eines Expertengremiums vor, das den Zusammenhang zwischen Glyphosat und Lymphdrüsenkrebs wissenschaftlich klären soll. Nur wenn das Gremium in mehrjährigen Studien feststellt, dass das umstrittene Unkrautmittel tatsächlich Krebs verursacht, haben künftige Kläger Anspruch auf Entschädigung. Die Vereinbarung mit der Gruppe möglicher künftiger Kläger bedarf noch der Zustimmung vom Bundesbezirksgericht für Nord-Kalifornien.

Die Mediation als ein Konfliktlösungsinstrument sollte, wie die Praxis hier eindrücklich zeigt, immer mitbedacht werden. < (FR) Menschen & Wirtschaft GmbH >

Was tun wir für die Zeit nach der Krise?

30.03.2020 - Beitrag von Franz X. Ritter
Die rigiden aber nachvollziehbaren Ausgangsbeschränkungen, mit denen die Ausbreitung des Coronavirus gebremst werden soll, hinterlassen immer sichtbarer ihre wirtschaftlichen Spuren. Selbst international tätige Konzerne wie Bertelsmann überlegen schon, inwieweit sie mit Kurzarbeit Entlassungen vermeiden können. Was wird man tun, wenn Arbeit und Einkommen massiv wegbrechen?


Wir stehen vermutlich erst am Anfang der wirtschaftlichen Auswirkungen von Corona. Kurzarbeit ist ein probates Mittel, Entlassungen zu vermeiden, um nach der Krise wiedert mit erfahrenem Personal durchzustarten. Manche ziehen sich auf ihr Kerngeschäft zurück. Manche  verabschieden sich von Teilmärkten. Das heißt u.a. aber auch, dass auch die Mitarbeiter zu einem dann veränderten Geschäftsmodell noch passen müssen.

Wo Entlassungen notwendig werden, ist es wichtig, schon jetzt die für die Neuausrichtung „richtigen“ Mitarbeiter zu halten und die aktuelle Zeit zu nutzen, um sich über die danach „wichtigen“ Potentiale vorhandener Mitarbeiter gründlich Gedanken zu machen. Es wird voraussichtlich In jeder Phase der aktuellen Entwicklung notwendig, möglichst schon heute für jede zukünftige Position die später „Richtigen“ an Bord zu haben. Nicht zuletzt um dann jedem vorhandenen Mitarbeiter – z.B. anhand einer eingehenden Potentialanalyse - auch weiterhin Gelegenheit zu geben, seinen Anlagen gemäß optimal tätig sein zu können. Vorhandene Mitarbeiter könnten so ihre besonderen Fähigkeiten zukünftig auch im „neuen“ Unternehmen optimal zur Geltung bringen.

Für Bertelsmann bedeutet die Corona-Krise, Buchläden zu schließen. Manche Kunden fragen weniger nach Dienstleistungen. Manche versuchen sich am Bildschirm oder mit Musik abzulenken, wovon Bertelsmann-Unternehmen wie RTL, Gruner + Jahr profitieren können. Ein bereits stärker digitalisierter Konzern könnte von der Krise indirekt profitieren. Es  wächst das Bedürfnis, sich über die Konsequenzen dieser Krise zu informieren.

Das Geschäftsleben wird gerade von der Politik entschleunigt, von lock-down ist die Rede.
Die letzte Krise hat gezeigt, dass Kurzarbeit ein probates Mittel ist, um Entlassungen zu vermeiden und nach der Krise wieder mit erfahrenem Personal durchzustarten. Wo aber Entlassungen notwendig werden, gilt es genau zu überlegen, für eine kommende Fahrt in unruhigen Gewässern auch die dazu optimal passende Crew an Bord zu haben.

Personengesellschaftsrecht kommt unter die Lupe

01.03.2020 - Artikel von Franz Ritter

Es ist unbestritten, dass dieses Gesetz einer grundsätzlichen Reform bedarf.
In der Praxis werden einzelne Fragen dazu bereits intensiv und kontrovers diskutiert.

Da ist etwa die Frage, welches Mehrheitserfordernis das Gesetz für Gesellschafterbeschlüsse künftig standardmäßig vorsehen sollte oder die Frage des Statuswechsels zwischen GbR und OHG bei Einführung eines GbR-Registers. Darüber hinaus ist zu besprechen, ob die Handelsgesellschaften auch für freie Berufe geöffnet werden sollten. Das Ziel sollte sein, ein stimmiges, verständliches und praktikables System zu finden, das auch die in der Praxis der Rechtsprechung entwickelten und für sinnvoll erachteten Aspekte einbezieht. Nicht zuletzt sollte dieses Ziel auch noch eine realistische Chance auf Umsetzung bekommen.

Die Reform des Personengesellschaftsrechts scheint nunmehr auf dem Weg zu sein. Das Bundesjustizministerium setzte im Juli 2018 eine aus Vertretern aus Wissenschaft und Praxis bestehende Expertenkommission ein mit der Aufgabe, den Reformbedarf zu ermitteln und einen Gesetzesentwurf für eine umfassende Modernisierung und Anpassung des Personengesellschaftsrechts an die Anforderungen eines modernen, vielfältigen Wirtschaftslebens zu erarbeiten.

Die Kommission hat sich unter Federführung des Bundesjustizministeriums zwischenzeitlich auch mit der grundlegenden Frage „Totalrevision oder Modernisierung im bestehenden System“ befasst, mit der Abgrenzung von GbR-Außen- und Innengesellschaft, mit der Forderung nach Schaffung eines GbR-Registers, mit Einzelfragen zum Innen- und Außenverhältnis, zu Beschlussfassung und Beschlussmängeln, mit Gesellschafterwechseln sowie mit dem Ausschluss aus und Auflösung von Personengesellschaften. Des Weiteren anstehende Themen sind der Regelungsbedarf bei Innengesellschaft, OHG, KG sowie PartG.

Der Zeitplan der Kommission sieht die Übergabe des Gesetzentwurfs an das Bundesjustizministerium im Frühjahr 2020 vor. Daran schließt sich die Vorlegung des Referentenentwurfes an. Die Verabschiedung könnte also noch in dieser Legislaturperiode gelingen. Die Wirtschaft wäre dankbar für eine generelle und auch praxistaugliche Klarstellung dieses Gesetzes . (FR)

Vorteile der Mediation für und im Unternehmen

14.11.2019 - Ein Artikel von Franz Ritter
In der täglichen Praxis der Rechtsabteilung eines Unternehmens ist die Mediation nicht der Regelfall. Bevor der Rechtsweg beschritten wird, wird intensiv versucht, eine Klage zu vermeiden und eine außerprozessuale Lösung zu finden. Dies findet regelmäßig im direkten Austausch unter den Vertragsparteien bzw. den Kontrahenten statt. Die Klageerhebung ist ultima ratio und erfolgt nur, wenn die Gewinnchancen über 50 % liegen. Unternehmensjuristen und Vorstände haben den Sorgfaltsmaßstab eines ordentlichen und gewissenhaften Kaufmanns zu beachten, um keine Haftungsrisiken einzugehen. Daher werden Streitigkeiten des Unternehmens regelmäßig über den ordentlichen Rechtsweg ausgetragen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der Rechtsstreit deutschem Recht und deutscher Gerichtsbarkeit unterlegt. Denn es besteht ein hohes Vertrauen in die Funktionalität der deutschen Justiz. Dies gibt dem Unternehmen Rechtssicherheit.

Allerdings gibt es Fallkonstellationen, in denen die Parteien im Verhandlungswege keine Einigung erzielen können, weil die jeweiligen Rechtspositionen unsicher sind und ein Gang zu den Gerichten daher nicht opportun erscheint. In dieser Situation kann die Mediation für das Unternehmen Vorteile bringen. Selbstverständlich sind auch vor der Entscheidung für die Mediation die Vor- und Nachteile für dieses Verfahren abzuwägen. Ein Mediationsverfahren wird insbesondere dann dem Gang vor Gericht vorgezogen, wenn es um die künftige Zusammenarbeit mit der anderen Partei und die Aufrechterhaltung umfangreicher Geschäftsbeziehungen geht. Die Mediation bietet große Vorteile dafür, die Geschäftsbeziehung in der Zukunft zu gestalten. Des Weiteren ist ein Mediationsverfahren schneller und günstiger als ein Gerichtsverfahren. Wenn beide Seiten ein Interesse am Fortbestand der Geschäftsbeziehung haben, bringen beide eine große Motivation zur Konfliktlösung mit. Jahrelange Gerichtsverfahren beeinträchtigen eine Geschäftsbeziehung erheblich, eine schnelle Mediation kann diese Beeinträchtigungen auf ein Mindestmaß beschränken.

Bei internationalen Verträgen, bei denen die Parteien aus unterschiedlichen Rechtsordnungen kommen oder bei M&A-Transaktionen werden üblicherweise „hybride Verfahren“ in den Streitbeilegungsklauseln vereinbart. Hierbei handelt es sich um Schlichtungsverfahren.

Die positiven Erfahrungen aus bisher im Unternehmensbereich durchgeführten Mediationen legen die Überlegung nahe, den Einsatz der Mediation oder anderen außergerichtlichen Streitbeilegungsverfahren auszudehnen. Ein nicht in Verträgen geregeltes und für festgelegte Situationen vorgesehenes Mediationsverfahren kann eingesetzt werden, wenn beide Parteien sich ihrer Rechtsposition nicht sicher sind und von einem Mediator Klärung erwarten. Dann hängt der Erfolg des Verfahrens maßgeblich von der Person des Mediators ab. Dieser sollte über eine hohe Fachkompetenz in der zu behandelnden Sache und hinreichend Erfahrung in dem Bereich verfügen. Er muss darüber hinaus in der Lage sein, die Parteien davon zu überzeugen, dass das Mediationsverfahren der sinnvollste Weg ist und die Chance bietet, den Konflikt zur beiderseitigen Befriedigung zu lösen. Auf Seiten der Parteien muss eine grundsätzliche Einigungsbereitschaft bestehen. (fr)

Copyright 2020. All Rights Reserved.

Array